Es war ein toller Tag, ich war 17. Ich dachte, dass ich das Abitur machen würde. Daraus wurde
nichts. Aber er war der Anlass, dass ich einen mobilen Computer
wollte. Mir gefielen jedoch die Laptops und Notebooks (wie auch immer
diese Begriffe abgegrenzt sind) der üblichen Hersteller nicht.
Samsung, Dell, Sony, keiner konnte mich begeistern. Meine Wahl fiel
auf ein kleines weißes MacBook.
Sechs Jahre ist das nun her. Heute
sieht das MacBook aus, als wenn jemand auf seinem Gehäuse
Schlittschuh gelaufen wäre. Zwei Festplatten sind vor die Hunde
gegangen, und Teile wurden getauscht. Aber irgendwie war es auch immer positiv anders, als die Anderen Geräte.
Damals war ich ein Sonderling, ein
richtiger Nerd. Heute ist es nicht mehr möglich, mit einem MacBook
aufzufallen. Jeder ist inzwischen richtig „anders“ und kauft sich
das Statussymbol mit dem Apfel. Egal, ob es ein iPhone, iPad oder
eins der MacBooks ist. Jeder, der es sich leisten kann, tut es auch.
Als Nutzer ist man nun mit dem
angebissenen Apfel nichts Besonderes mehr. Inzwischen muss man sich
aber fragen: Hat Apples Technik denn noch Biss?
Ich glaube nicht. Es spielt inzwischen
keine Rolle mehr, ob man sich Samsung, Dell, Sony oder eben Apple
kauft. Design und Image sind die einzigen Argumente, die noch übrig
sind.
Seit der Chefverkäufer (denn mehr war
er nicht) Steve Jobs nicht mehr herrschen kann, hat der Apfel seinen
Biss verloren. Das Logo könnte jetzt auch ein unversehrter Apfel
sein. Ein Apfel ohne Biss.