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Sonntag, 28. Dezember 2008

My Two Cents [2]

Ich schaue MTV, Bushido rappt über das Ghetto, dass ich nie verstehen würde, warum seine Fans rauben, prügeln und Autos tiefer legen. Da hat er recht.
Nach dem ich gemerkt habe, dass Bushido nicht die Musik macht, die mir gefällt und deren Texte ich füt wertvoll halte, schalte ich weiter. VIVA. Wieder steht da Bushido, er erzählt mir das gleiche. Intressantes Statement über Niveau im Fernsehen. 

Egal wie man darüber wertet, man muss feststellen, dass die Darstellung von Menschen, die eine niedrige Bildung besitzen wirklich beliebt geworden ist. 
Im Falle von Sendungen, die Probleme dieser Menschen behandeln, wie Arbeitssuche, Kindererziehung, Schulden oder andere Alltagsprobleme, empfinde ich es als Voyeurismus eines jeden Zuschauers. Mancher tut es als TrashTV ab. Aber hinter jedem Druck auf die Fernbedienung, die sowas einschaltet steckt das erhabene Gefühl besser zu sein, als diese Menschen, die sich von ihren Kindern beleidigen lassen!

Doch das Fernsehen spiegelt noch mehr wieder, als die Sucht danach sich erhaben zu fühlen. Nämlich auch den Gegenentwurf zu diesem Blog. Ich versuche nur Ergüsse zu veröffentlichen, die qualitativ so gut sind wie es geht. Privatfernsehen funktioniert anders: Man greift einen Trend auf wie Sendungen über Kochen und Menschen die kochen und produziert endlos neue Sendungen mit diesem Grundthema. Als Hintergrund kann ich mir nur Selektion vorstellen, also viele Sendungen, viele Flops aber Ein oder Zwei Formate die ankommen und weitergeführt werden. 
Dieses Prinzip "Quantität statt Qualität" findet man immer wieder. Ich verfolge in meinem ganzen Leben eigentlich das Prinzip von "Qualität statt Quantität". Ich trinke wenig, dafür aber mit Genuss, ich habe einen überschaubaren Freundeskreis, kann aber auf diese Menschen bauen. Das ist mein Entwurf vom Leben.